Viel Lärm um nichts
Durch den Kieler Frieden wird Norwegen 1814 ungewollt aus der Personalunion mit Dänemark gerissen und mit dem Erzfeind Schweden verbunden. Zwischendurch hat sich das Land noch kurz selbständig gemacht und ein Grundgesetz entworfen, das das Recht der norwegischen Sprache sicher soll. Dass es damals gar keine norwegische Sprache gab (im Gegensatz zu den beiden heutigen!), sondern dass alles Norwegische eigentlich dänisch war, hat niemanden interessiert. Hauptsache nicht schwedisch. Dementsprechend haben die Norweger stärker noch an ihrem Dänisch festgehalten. Könnte ja auch sein, dass der Schwedenkönig Karl Johan Sprachimperialist ist und eine krasse Schwedisierungspolitik fährt, gegen die man ja schon mal ankämpfen kann, auch wenn's noch gar nicht nötig ist. Aus Prinzip.
"Men det tok ikkje mange år før denne problemstillinga vart borte av seg sjølv: verken Karl Johan eller etterkommarane hans gjorde nokon gon noko forsøk på å forsvenske Noreg språkleg. Karl Johan sjølv lærte seg faktisk aldri svensk, men brukte fransk til sin dødsdag [...]" (Torp/Vikør: Hovuddrag i norsk språkhistorie, Bergen 1993)
Aber es dauert nicht lange, bis sich dieses Problem von alleine löste: weder Karl Johan, noch einer seine Nachfolger hat jemals irgendeinen Versuch gemacht, Norwegen sprachlich einzuschwedischen. Karl Johan hat selbst sogar niemals Schwedisch gelernt, sondern sprach Franzöisch bis zum Ende seiner Tage...
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Andere irre Trivia:
Der schöne Karl Johan konnte nicht nur kein Schwedisch, er hatte auch zwei fast gleiche Namen (, was mich wieder an die beiden fast gleichen norwegischen Nationalsprachen erinnert). In Schweden hieß er Karl XIV Johan, in Norwegen war er unter Karl III Johan bekannt. :O

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