Donnerstag, 24. Februar 2011

Gant oder gar nicht.

Der Mann hat einen neuen Job. Einen, wo alle gut angezogen sind und die Männer offensichtlich Klamotten der Marke GANT tragen. Ich kannte die vorher gar nicht so richtig, und nachdem ich nun ein bisschen recherchiert habe, weiß ich auch wieso. Nicht so meins: Ich glaube, die sind hauptsächlich für die Männerreihe bekannt und machen so preppy american sportswear für die Ostküstenoberschicht (Leute, die gerne segeln?). Auch wenn "preppy" mein persönliches Wort des letzten Jahres war, bin ich doch nie näher an den eigentlichen Stil herangekommen, als an einen Jurastudenten beim Kampf ums letzte Bibliotheksschließfach. Ich weiß auch gar nicht so recht, wie ich Preppiness finden soll, und kann auch nur schwer unterscheiden, wann's echt ist, wann's echt sein soll, und wann's ironisch getragen ist. (Und ob Klamotten ironisch tragen, nicht total uncool ist.)
Was mir das Internet von Gant so zeigt, reicht von geht gar nicht über grenzwertig zu ganz ok. Also Polohemden z.B. mag ich ja eigentlich gern, der Mann auch. Aber gestreifte Polohemden erinnern mich schon wieder zu sehr an britische Jungesellenabende auf der Oranienburger Straße und an Männer, die eigentlich gar keinen Stil haben, aber irgendwas kaufen, was teuer ist, und die anderen Männer, die auch keinen Stil haben, aber Macht, auch haben.
Wenn/Falls ich dann heute den Einkaufmarathon begleiten darf, muss ich auf jeden Fall meinen Zweifel gegenüber Streifen ausdrücken. Aber vielleicht kann ich mich doch noch für Gant erwärmen? Oder vielleicht gefällt's dem Mann dann doch nicht. Und was würde TuPac denn von einem Westküstler in Ostküstenklamotten halten? Und wieso müssen Männerstyles immer so schwierig sein?



(von links nach rechts: geht gar nicht, geht so, geht)



there's fewer more distressing sights than that/of an englishman in a baseball cap
yeah we'll die in the class we were born/that's a class of our own my love
we're in a class of our own my love

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